Mehr als tausend mal tausend mal tausend Jahre …

Bild marmor Kalle Gaffkus

…sind vergangen, seit sie auf dem Grund eines Sees abgelagert wurden. Viele Wissenschaftler glauben, dass höchstens einige wenige primitive Bakterien, die sich hauptsächlich von Sulfat ernährten, im Wasser schwammen. Vor 1,2 Milliarden Jahren war die Existenz anderer Lebensformen kaum zu erwarten.

Lange Zeit waren die verschiedenen Disziplinen der Naturwissenschaften eher auf Trennung bedacht. Das sind die Hippurien, auf die Riffbildung spezialisierte Muscheln, deren Form eher an einen Eiskegel oder eine Rübe erinnert. Die Schalen von Foraminiferen der Gattungen Assilina und Nummulites finden sich sehr häufig in den Adelholzschichten und im Enzenauer Marmor.

Es handelt sich um einzellige Organismen, vergleichbar mit Amöben, die eine komplizierte Kalkhülle mit Kammern bilden. Sie lebten in flachem Wasser und ernährten sich hauptsächlich von kleinen Algen. Im Volksglauben galten sie als versteinerte Stücke oder Linsen und gaben Anlass zu vielen Legenden.

Ammoniten, die Gehäuse von Tintenfischen haben im Gegensatz zu Schneckengehäusen eine Kammerung der inneren Spulen. Ammoniten der Gattungen Cleoniceras, Desmoceras und Phylloceras sind in den unterkretazischen Ablagerungen von Mitsinjo, Nw-Madagaskar, recht häufig. Das kristallisierte Phragmokon mit honigfarbenem, transparentem Calcit und das glitzernde Perlmutt der Muschel, das stellenweise erhalten ist, machen sie zu besonderen Schmuckstücken. Stromatolithen waren in den frühesten Erdzeitaltern wichtige Riffbildner, noch bevor die ersten Korallen im Kambrium und Ordovizium auftauchten.

Mehr als tausend mal tausend mal tausend Jahre …